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Vergangene Foren

Seit Oktober 2024 findet das Forum für Integrale Sicherheit zweimal jährlich im Hotel Astoria in Olten statt. Nachstehend die Themen und Beiträge der bisherigen Veranstaltungen.

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Donnerstag, 5. März 2026 – Hotel Astoria, Olten

Maschinenrichtlinie, Elektrostatik und Pumpensicherheit

Gesamtkonformität von Prozessanlagen: Maschinenrichtlinie in der Praxis (Felix Gsell)

Bei neuen Verpackungsanlagen ist die EG-Konformität nach Maschinenrichtlinie selbstverständlich – doch wie lässt sich dieses Vorgehen auf komplexe Prozessanlagen der chemischen Industrie übertragen? Welche Pflichten gelten, wie wird die Gesamtkonformität hergestellt, und wo liegen die typischen Schnittstellenprobleme zwischen Maschinenbau, Verfahrenstechnik und Betreiber? Der Beitrag führt in die Anforderungen der Maschinenrichtlinie ein, zeigt deren Relevanz für chemische Anlagen auf und diskutiert praxisnah, wie Konformitätsbewertung, Risikobeurteilung und Dokumentation effektiv umgesetzt werden können. Ziel es ist, Klarheit über Rollen, Verantwortlichkeiten und sinnvolle Vorgehensweisen zu schaffen – und typische Stolpersteine in Projekten rechtzeitig zu erkennen.

Verborgene Zündgefahren: Elektrostatische Risiken in nichtleitenden Anlagen (Jean Nugel)

Elektrostatische Auf- und Entladungen werden in vielen Anlagenbereichen unterschätzt – besonders in Abwasser- und Abluftsystemen sowie in emaillierten Reaktoren. Dabei können sich gerade in solchen nichtleitenden Systemen unter bestimmten Betriebsbedingungen gefährliche Ladungen aufbauen, die zu relevanten Zündgefahren führen. Der Beitrag zeigt anhand praxisnaher Beispiele, wie und warum elektrostatische Aufladungen entstehen, welche Prozess- und Materialfaktoren das Risiko verstärken und weshalb vermeintlich unkritische Anlagenteile plötzlich gefährlich werden können. Abschliessend werden wirksame und bewährte Schutzmassnahmen vorgestellt, mit denen sich elektrostatische Risiken deutlich reduzieren und explosionsfähige Atmosphären sicher beherrschen lassen.

Kavitation, Leckage, Trockenlauf – was Pumpen wirklich gefährlich macht (Tobias Lorenz)

Ob in der Chemie, Verfahrenstechnik oder Versorgungstechnik – Pumpen sind unverzichtbar, bergen aber eine Reihe typischer Risiken. Szenarien wie Trockenlauf, Kavitation, Fremdkörperblockaden oder Dichtungsleckagen treten in vielen Anlagen auf und können sicherheitskritische Folgen haben. Der Beitrag stellt diese Szenarien systematisch dar, beschreibt Ursachen und Folgen und zeigt auf, wie sie in der Gefährdungsbeurteilung praxisgerecht berücksichtigt werden. Im Fokus stehen bewährte technische Massnahmen wie Überwachungen, Abschaltungen und regelmässige Prüfungen. Die Teilnehmer erhalten einen kompakten Überblick, wie sie mit überschaubarem Aufwand mehr Sicherheit im Pumpenbetrieb schaffen können.

Donnerstag, 23. Oktober 2025 – Hotel Astoria, Olten

Brandschutzvorschriften, Dichtheit und der Nutzen von Risikoanalysen

Die Brandschutzvorschriften 2026 – Was kommt auf uns zu? (Thomas Frei)

Ab 2026 soll der Brandschutz in der Schweiz risikoorientierter und einheitlicher werden, aber viele Details sind noch unklar. Was bedeutet das für die Praxis? In dieser offenen Diskussionsrunde wollen wir gemeinsam spekulieren und die möglichen Auswirkungen dieser Neuausrichtung erörtern. Welche Chancen und Herausforderungen bringt diese Veränderung für Unternehmen und Betreiber? Wie können sich alle Beteiligten bestmöglich auf die uns noch unbekannten Anforderungen vorbereiten, um nicht nur gesetzliche Vorgaben zu erfüllen, sondern auch die Sicherheit zu maximieren?

Wie dicht ist «auf Dauer technisch dicht»? (Georg Suter)

Die revidierten Anforderungen im SUVA Merkblatt 2153 und die Definitionen im IVSS Infoblatt 003 werfen eine grundlegende Frage auf: Wie stellen wir sicher, dass die Dichtheit von Anlagenteilen auch langfristig gewährleistet ist? In dieser Diskussionsrunde wollen wir uns mit den praktischen Herausforderungen der Dichtheitsprüfung beschäftigen und die Möglichkeit erörtern, durch dauerhaft technisch dichte Anlagen und Rohrleitungen EX-Zonen zu vermeiden. Welche Erfahrungen haben Sie in Ihrem Betrieb gemacht? Was ist der notwendige Aufwand, um diese Anforderungen umzusetzen, und wie balancieren wir den Sicherheitsgewinn mit den betrieblichen Herausforderungen und Kosten?

Sind Risikoanalysen noch relevant oder eher Gefühlssache? (Tobias Lorenz)

In einer Welt, die sich ständig verändert, stellt sich die Frage, wie hilfreich Risikoanalysen noch sind. Bieten sie noch echte Entscheidungsgrundlagen oder sind sie mittlerweile eine formelle Absicherung, die auf Bauchgefühl beruht? In dieser offenen Diskussionsrunde wollen wir die Relevanz von Risikobewertungen hinterfragen und auf die Fallstricke und Fehlkonzeptionen hinweisen, um gemeinsam herauszufinden, wie zuverlässig und praxisnah unsere aktuellen Verfahren tatsächlich sind. Sind Risikomatrizen und generische Wahrscheinlichkeitswerte wirkliche Entscheidungshilfen, oder verleiten sie uns zu Zahlengläubigkeit und trügerischer Sicherheit? Wie viel Aufwand ist wirklich notwendig ist, um gute risikobasierte Entscheidungen zu treffen? Was tun, wenn die besten Lösungen zu teuer oder wenig populär sind, aber dennoch notwendig erscheinen? Diskutieren Sie mit uns, wie wir den Nutzen von Risikoanalysen in der Praxis wertvoller machen können.

Donnerstag, 6. März 2025 – Hotel Astoria, Olten

Ex-Schutz im Labor, Druckentlastung und ATEX bei Alkoholen

Ex-Schutz-Gesamtkonzept im Laborumfeld (Felix Gsell)

Sind die Anforderungen aus der neuen Laborrichtlinie realistisch und umsetzbar?

2-Phasen-Strömung bei der Druckentlastung – was nun? (Mondie Mutegi)

Die neue ISO 4126-10:2024 ist obligatorisch. Sie bietet innovative Lösungen für 2-Phasen-Strömungen und ermöglicht signifikante CAPEX-Einsparungen. Gleichzeitig erhöht die Norm die Anlagensicherheit, Prozesseffizienz und Nachhaltigkeit. Aber wie?

Fällt ein guter Sherry unter ATEX? Gefahren und Chancen von verdünnten alkoholischen Lösungen in Chemie, Biotechnologie und Getränkeherstellung (Marc Scheid)

Dieser Beitrag behandelt typische Einsatzgebiete und typische Ethanol-Konzentrationen, die relevanten sicherheitstechnischen Kenngrössen (Einfluss Alkoholkonzentration auf FP) und die damit verbundene Einstufung der Gefahren und Entwicklung von Schutzkonzepten.

Donnerstag, 24. Oktober 2024 – Hotel Astoria, Olten

Gefahrstofflager, Nachhaltigkeit und Massnahmenmanagement

Gefahrstofflager von der Idee bis zur Fertigstellung (Felix Gsell)

Lagerkonzept, Brandschutz (Anbindung an bestehende Gebäude), Havarie- und Löschwasserrückhalt, Umschlagplatz.

Sicherheit versus Nachhaltigkeit – Gibt es Zielkonflikte? (Marc Steinkrauss)

Kann die Berücksichtigung spezifischer Stoffkenndaten und Betriebsbedingungen den Einsatz von Inertisierungsgasen im Ex-Schutz effektiver gestalten? Der Fokus wird auf die Möglichkeit gelenkt, Ressourcen optimal zu nutzen, ohne dabei Sicherheitsstandards zu verletzen und gleichzeitig die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Risikoanalyse gemacht – Was nun? Massnahmenmanagement in der Praxis (Tobias Lorenz)

Identifizierte Risiken müssen in konkrete Massnahmen zur Risikominderung umgewandelt werden. In diesem Beitrag soll besprochen werden, mit welchen praktischen Schritten Unternehmen gezielt die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit dieser Massnahmen aufrecht erhalten können.

Das nächste Forum findet am 5. November 2026 statt.

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